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Project Category: Bildung & Gesellschaft

Praxisräume, in denen Lernen, Erfahrung und gesellschaftliche Teilhabe Teil der Arbeit sind. Nicht als Programm, sondern als gelebte Beziehung.

BANKGESPRÄCH

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Region

Schweiz

Spannungsfeld

Die grossen Zukunftsfragen unserer Zeit entstehen selten innerhalb eines einzelnen Fachgebiets. Landwirtschaft beschäftigt sich mit Boden, Wasser und Versorgung. Unternehmen mit Wertschöpfung und Märkten. Banken und Versicherungen mit Risiko und Kapital. Gemeinden mit Lebensqualität und regionaler Entwicklung.

Ihre Entscheidungen greifen täglich ineinander. Die Begegnungen zwischen diesen Welten bleiben dennoch selten. Viele Gespräche entstehen erst dann, wenn ein Projekt, eine Finanzierung oder ein Konflikt ansteht.

BANKGESPRÄCH schafft einen gemeinsamen Betrachtungsraum. Eine einfache Bank wird zum Ort, an dem unterschiedliche Erfahrungen auf dieselbe Wirklichkeit treffen.

Status

BANKGESPRÄCH befindet sich im Aufbau der ersten Staffel. Die Bank reist an zehn Orte in der Schweiz. Dort entstehen filmisch dokumentierte Gespräche zu Fragen rund um Boden, Gesellschaft und Kapital. Ergänzt werden die Gespräche durch vertiefende Beiträge und öffentliche Begegnungsformate.

Die erste Staffel verbindet Landwirtschaft, Finanzwirtschaft, Unternehmen, Wissenschaft und regionale Entwicklung in einem gemeinsamen Dialograum. Schritt für Schritt entsteht eine Sammlung von Perspektiven auf die grossen Zukunftsfragen unserer Zeit.

BANKGESPRÄCH

Eine Bank für Boden, Gesellschaft und Kapital

Die grossen Fragen unserer Zeit sind selten Fachfragen.
Sie berühren mehrere Welten gleichzeitig.

Wie sichern wir Ernährung?

Wie investieren wir langfristig?

Wie gehen wir mit Risiko um?

Wie erhalten wir fruchtbare Böden?

Wie gestalten wir lebenswerte Regionen?

Wie schaffen wir Versorgungssicherheit für kommende Generationen?

Für jede dieser Fragen existieren Fachpersonen, Studien, Strategien und Programme.
Was oft fehlt, ist der gemeinsame Betrachtungsraum.

BANKGESPRÄCH ist ein Ort für genau diesen Raum.

Eine einfache Holzbank reist durch die Schweiz und wird zum Ausgangspunkt für Gespräche zwischen Menschen, die Verantwortung tragen.

Für Landschaften.
Für Kapital.
Für Unternehmen.
Für Gemeinden.
Für Versorgungssysteme.
Für die Zukunft.

Die Orte wechseln.
Die Fragen bleiben.


— Die Zukunft der Landwirtschaft ist keine Branchenfrage.
— Sie ist eine Gesellschaftsfrage.


Warum eine Bank?

Die Idee beginnt mit einer einfachen Beobachtung.

Banken gehören zu den Orten, an denen über Investitionen, Risiken und Entwicklung entschieden wird.
Die Folgen dieser Entscheidungen werden dann an anderen Orten sichtbar.

Auf Landwirtschaftsbetrieben.

In Gemeinden.

In Landschaften.

In Unternehmen.

In regionalen Wertschöpfungsketten.

BANKGESPRÄCH bringt diese Orte zusammen.

Die Bank steht einmal auf einem Landwirtschaftsbetrieb, dann an einer Quelle, in einem Agroforst, auf einer Alp, vor einer Regionalbank, vor einem Verarbeitungsbetrieb oder mitten auf einem Marktplatz.

Die Landschaft wird Teil des Gesprächs.
Eine Zahl erhält einen Ort.
Ein Risiko erhält ein Gesicht.
Eine Investition erhält einen Zusammenhang.


— Jede Bilanz beginnt auf einem Boden.


Der Betrachtungsraum

BANKGESPRÄCH bewegt sich entlang von drei Begriffen.

Boden.

Gesellschaft.

Kapital.

Getrennt betrachtet entstehen Fachgebiete.
Gemeinsam betrachtet entsteht Wirklichkeit.

Ein Trockenjahr betrifft Böden.

Wenig später betrifft es Erträge.

Danach Investitionen.

Versicherungen.

Versorgungssysteme.

Regionale Entwicklung.

Eine Hofübergabe betrifft Menschen.

Kurz darauf Flächen.

Gebäude.

Finanzierungen.

Wertschöpfungsketten.

Eine Investition verändert einen Betrieb.

Später verändert sie eine Landschaft.

BANKGESPRÄCH macht diese Zusammenhänge sichtbar.


— Kapital bewegt sich schneller als Boden.
— Seine Folgen bleiben länger.


Die Menschen

Im Zentrum stehen Menschen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen und Erfahrungen.

Menschen aus Landwirtschaft.

Menschen aus Finanzwirtschaft.

Menschen aus Wissenschaft.

Menschen aus Unternehmen.

Menschen aus Politik und Verwaltung.

Menschen aus regionalen Entwicklungsräumen.

Sie betrachten dieselbe Landschaft.
Sie bringen unterschiedliche Perspektiven mit.
Sie suchen nach gemeinsamen Fragen.

BANKGESPRÄCH interessiert sich weniger für Positionen als für Zusammenhänge.

Der öffentliche Agrardialog

Landwirtschaft begegnet jedem Menschen täglich.

Über Lebensmittel.

Über Wasser.

Über Energie.

Über Landschaften.

Über Boden.

Dennoch liegen die Lebenswelten oft weit auseinander.

Viele Menschen erleben Landwirtschaft über Medienberichte, politische Debatten oder Preisschilder.
Menschen in der Landwirtschaft begegnen Banken, Versicherungen, Behörden oder Wissenschaft vor allem in konkreten Projekten und Verfahren.

Dabei beschäftigen sich alle mit denselben Grundfragen.

Wie gestalten wir Zukunft?

Wie investieren wir langfristig?

Wie gehen wir mit Unsicherheit um?

Wie erhalten wir die Grundlagen unseres Lebens?

BANKGESPRÄCH schafft einen öffentlichen Agrardialog.

An konkreten Orten.

Mit konkreten Menschen.

Entlang realer Fragestellungen.


— Versorgungssicherheit entsteht lange bevor ein Produkt im Regal steht.


Drei Ausdrucksformen

BANKGESPRÄCH verbindet drei Ebenen miteinander.

Das Gespräch.

An besonderen Orten entstehen filmisch dokumentierte Dialoge zwischen Menschen mit unterschiedlichen Blickwinkeln.

Die Reflexion.

Jedes Gespräch wird durch einen vertiefenden Beitrag ergänzt.
Ein Beispiel dafür ist der Impuls «Wenn irdischer Humus gegen den Mars verliert», der die Frage stellt, welche Formen von Wertschöpfung unsere Wirtschaft bevorzugt sichtbar macht und welche Leistungen im Schatten bleiben.

Die Begegnung.

Öffentliche Veranstaltungen erweitern den Kreis der Beteiligten.
Aus Gesprächen werden Diskussionen.
Aus Diskussionen entstehen neue Perspektiven, Kooperationen und Projekte.


— Wert entsteht dort, wo Beziehungen tragfähig werden.


Die erste Staffel

Die erste Staffel führt die Bank an zehn Orte.

Ein Weizenfeld.

Eine Quelle.

Ein Agroforst.

Eine Alp.

Eine Regionalbank.

Eine Versicherung.

Ein Hofladen.

Ein Verarbeitungsbetrieb.

Ein Marktplatz.

Eine Gemeinde.

Jeder Ort eröffnet eine eigene Frage.

Wie viel Risiko steckt in einem Brot?
Wem gehört Wasser?
Warum pflanzen Menschen Bäume, deren Ertrag kommende Generationen ernten werden?
Welche Leistungen entstehen in einer Landschaft?
Welche Rolle spielt Kapital für die Entwicklung einer Region?
Wo entsteht Wertschöpfung zwischen Feld und Teller?
Wie entsteht Zukunftsfähigkeit vor Ort?

Die Antworten stehen nie im Vordergrund.
Interessant sind die Wege dorthin.


— Die Qualität einer Region zeigt sich an ihrer Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven miteinander zu verbinden.


Wirkung

BANKGESPRÄCH misst Erfolg nicht an Reichweite allein.
Im Zentrum stehen Verständnis, Vertrauen und neue Beziehungen.

Menschen beginnen, dieselben Fragen aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten.

Landwirtschaft erhält Zugang zu den Denkweisen von Finanzierung und Risiko.
Finanzwirtschaft erhält Einblick in die Realität von Boden, Produktion und Versorgung.
Gemeinden, Unternehmen und Institutionen erkennen Zusammenhänge, die zuvor ausserhalb ihres Blickfeldes lagen.

Aus diesen Begegnungen entstehen neue Möglichkeiten für Zusammenarbeit.


— Die entscheidenden Fragen unserer Zeit liegen zwischen den Disziplinen.


Dialograum für Regionen

BANKGESPRÄCH richtet sich an Menschen, die Zukunft als Beziehung zwischen Boden, Gesellschaft und Kapital verstehen.
An Organisationen, die verstehen, dass gesellschaftliche Entwicklung gemeinsame Betrachtungsräume benötigt.

Die Bank bleibt dabei, was sie von Anfang an war.
Ein einfacher Ort für ein Gespräch.
Und gute Gespräche verändern meist mehr als strukturierte Programme.

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Hof Schwand

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Region

Sursee-Mittelland, Schweiz

Spannungsfeld

Der Hof Schwand liegt in einem Raum, in dem sich landwirtschaftliche Nutzung und andere Ansprüche direkt überlagern. Siedlungsdruck und steigende Bodenpreise verschieben die Grundlagen des Betriebs. Der Boden gewinnt an Wert, die landwirtschaftliche Nutzung verliert an Selbstverständlichkeit.

Gleichzeitig entstehen Leistungen, die die Region tragen, im Markt jedoch nur teilweise erscheinen. In diesem Spannungsfeld entscheidet sich, ob Landwirtschaft Teil der Raumentwicklung bleibt oder schrittweise aus ihr verschwindet.

Status

Der Betrieb bewegt sich innerhalb dieses Spannungsfelds und klärt seine Rolle darin aktiv. Bestehende Verbindungen in die Region werden stärker, neue entstehen und verdichten den Zusammenhang.

Der Hof steht damit im Gefüge von Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und regionaler Entwicklung. Die nächsten Schritte ergeben sich aus dieser Verdichtung heraus, konkret im Betrieb und im Austausch mit der Region.

Hof Schwand

Ein landwirtschaftlicher Betrieb im Spannungsfeld von Raum, Boden und Zukunft

Warum dieser Betrieb relevant ist

Der Hof Schwand liegt in einem Raum, in dem landwirtschaftliche Fläche strategische Bedeutung gewonnen hat.

Siedlungsentwicklung beansprucht Kulturland.
Infrastruktur verdichtet den Raum.
Gesellschaftliche Erwartungen an Biodiversität, Tierwohl und Landschaftsqualität steigen.
Gleichzeitig bleibt der wirtschaftliche Druck auf landwirtschaftliche Betriebe hoch.


— Fläche wird knapp. Ansprüche steigen.


Landwirtschaft steht damit im Spannungsfeld von Raumplanung, Wertschöpfung und ökologischer Tragfähigkeit.

Hier zeigt sich, wie mit Begrenzung umgegangen wird.

Die zentrale Frage

Wie entsteht mehr Wertschöpfung auf gleicher Fläche ohne die Substanz des Bodens zu schwächen?


— Wertschöpfung pro Quadratmeter wird zur strategischen Frage.


Verdichtung kann Substanz abbauen.
Sie kann auch Qualität erhöhen.

Entscheidend ist die Systemlogik der Bewirtschaftung.


— Fläche ist endlich. Qualität ist gestaltbar.


Boden als Ausgangspunkt

Der Boden ist Produktionsgrundlage, Lebensraum und Speicher.

Er reagiert auf Bewirtschaftung.
Langsam.
Kumulativ.
Irreversibel.

Verdichtung verändert Wasserführung.
Humusabbau reduziert Speicherfähigkeit.
Strukturverlust erhöht Erosion.

Diese Prozesse sind messbar.
Und sie wirken über Generationen.


— Boden vergisst nichts.


Biodiversität ist in diesem Kontext funktionale Infrastruktur.
Sie stabilisiert das System und reduziert Verwundbarkeit.


— Was im Boden aufgebaut wird, bestimmt den Handlungsspielraum der nächsten Generation.


Ernährungssicherheit beginnt nicht im Handel.
Sie beginnt im Boden.

Landwirtschaft als System

Landwirtschaft ist Teil eines Ökosystems.
Und Teil eines Ernährungssystems.

Betrieb, Markt, Region und Natur stehen in Wechselwirkung.

Systemisches Denken bedeutet, diese Wechselwirkungen in Entscheidungen einzubeziehen.

Kurzfristige Optimierung kann langfristige Kosten erzeugen.
Langfristige Stabilität entsteht aus struktureller Balance.


— Ernährungssicherheit ist eine Systemleistung.


Landwirtschaft neu zu denken heisst, sie als Bestandteil gesellschaftlicher Resilienz zu verstehen.

Einbettung in bestehende Strukturen

Der Hof Schwand ist eingebunden in landwirtschaftliche Netzwerke.

Die Zusammenarbeit mit dem Luzerner Bauernverband sowie die Verankerung über die regionale Bäuerinnenorganisation schaffen Resonanz im Berufsstand.

Veränderung braucht Legitimität.
Legitimität entsteht im Dialog.

Die Herausforderungen sind bekannt.
Preisdruck.
Regulatorische Komplexität.
Steigende Dokumentationsanforderungen.
Volatile Märkte.


— Transformation beginnt in der Praxis, nicht im Konzept.


Entwicklung entsteht dort, wo reale Rahmenbedingungen aktiv gestaltet werden.

Praxis: Verantwortung konkret

Der Hof Schwand steht für eine Haltung.

Boden wird als langfristiges Kapital verstanden.
Biodiversität als Stabilitätsfaktor.
Wertschöpfung als Ausdruck systemischer Qualität.

Verantwortung bedeutet, Zielkonflikte offen zu benennen.
Und Entscheidungen im Bewusstsein ihrer Langzeitwirkung zu treffen.


— Zukunft entsteht aus heutigen Entscheidungen.


Wer Zukunft gestalten will, übernimmt Risiko.
Wer Stabilität sichern will, investiert in Substanz.

Mut zeigt sich in der Bereitschaft, wirtschaftliche Entscheidungen an ökologischer Tragfähigkeit auszurichten.
Wille zeigt sich in der Konsequenz, diese Haltung im eigenen Betrieb umzusetzen.

Getragen wird dieser Entwicklungsraum von Bruno und Andrea Stadelmann.
Sie übernehmen Verantwortung im eigenen Betrieb und im regionalen Kontext.


— Verantwortung ist eine Strukturfrage.


Was hier sichtbar wird

Der Hof Schwand ist kein isoliertes Projekt.
Er ist ein Entwicklungsraum unter realen Bedingungen.

Hier wird sichtbar, wie Boden, Biodiversität und regionale Wertschöpfung zusammengeführt werden können.

Kein Theorie.
Praxis.

Und wie Verantwortung konkret wird.
Im Boden.
In Entscheidungen.
Im täglichen Handeln.

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Wyler’s Biohof & Waldgarten

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Region

Zürich Oberland, Schweiz

Spannungsfeld

Wyler’s Waldgarten bewegt sich zwischen zwei Logiken. Kleinflächig angelegt, im Teilzeitbetrieb geführt und unter ökonomischem Druck stehend, trifft er auf ein Umfeld, das Klarheit, Erträge und Einordnung verlangt. Mit zunehmender Komplexität entsteht Druck auf Entscheidungen. Welche Strukturen tragen? Welche Leistungen werden gesehen? Welche Formen erlauben Anschluss an Bildung, Finanzierung und Nutzung? Der gerade abgeschlossene Generationenwechsel verstärkt diese Spannung. Bestehendes und Entstehendes greifen ineinander und verlangen eine klare Ausrichtung im Betrieb.

Status

Der Waldgarten befindet sich seit 2022 im Aufbau und wächst in seine Struktur hinein. Pflanzungen, Pflege und erste Nutzungen greifen ineinander. Seit 2025 werden erste Ernten sichtbar. Der Ort wird zunehmend als Lern- und Erfahrungsraum genutzt. Die nächsten Schritte liegen in der Einbettung in die Region sowie in der Optimierung von Verarbeitung und Vertrieb. Der Raum gewinnt an Kontur.

Wyler’s Biohof & Waldgarten

Landwirtschaft im Wandel

Die Schweizer Landwirtschaft steht vor einer Neuordnung.
Politische Programme setzen Leitplanken.
Ökologische Anforderungen gewinnen an Gewicht.
Wirtschaftlicher Druck bleibt präsent.

Für viele Betriebe stellt sich im Alltag eine konkrete Frage: Wie entsteht daraus ein System, das trägt?

Wyler’s Biohof & Waldgarten liegt im Zürcher Oberland auf 8.75 Hektaren.
Ein kleiner Betrieb, eingebunden in bestehende Strukturen.
Mit begrenztem Spielraum.
Und mit hoher Abhängigkeit vom täglichen Funktionieren.


— Kleinbetriebe tragen eine hohe Dichte an Entscheidungen.


Die Entwicklung erfolgt innerhalb dieses Rahmens.
Der Betrieb läuft weiter, während sich seine Grundlage verändert.
Die Anlage von 60 Aren Mischkultur ist Teil dieser Bewegung.
Sichtbar.
Greifbar.
Und gleichzeitig nur ein Ausschnitt des Ganzen.

Ein Hof mit Geschichte, getragen in die Zukunft

Seit über 100 Jahren wird der Hof von derselben Familie bewirtschaftet.
Jede Generation hat den Betrieb weitergeführt und an ihre Zeit angepasst.

In den letzten Jahren wurde der Hof im Nebenerwerb geführt.
Mit rund 0.7 SAK (Standardarbeitskraft; eine Kenngrösse, die den Arbeitsbedarf eines Betriebs in Vollzeitäquivalenten abbildet).

Die wirtschaftliche Grundlage bildeten kleine Mengen KAG Freiland Rindfleisch sowie die Pensionspferdehaltung.
Diese Struktur hat den Betrieb getragen.
Gleichzeitig hat sie den Raum offengehalten für eine Weiterentwicklung.

Die Transformation entstand im Zuge des letzten Generationenwechsels.
Mit der Übernahme wurde der Betrieb neu ausgerichtet und schrittweise weiterentwickelt.
Heute liegt die betriebliche Grundlage bei über 1.0 SAK.


— Ein Betrieb entwickelt sich entlang seiner Möglichkeiten.


Bestehendes bleibt wirksam.
Neues wächst hinzu.

Landwirtschaft als zusammenhängendes System

Auf Wyler’s Biohof & Waldgarten entsteht ein System, in dem die einzelnen Elemente ineinandergreifen.

Mischkulturen verbinden Bäume, Sträucher, Kräuter und Kulturen.
Agroforststreifen strukturieren die Flächen entlang der Höhenlinien.
Wasser wird aufgenommen, gehalten und gezielt geführt.
Der Boden bleibt möglichst ungestört und entwickelt über die Jahre seine Fruchtbarkeit weiter.

Tiere bewegen sich als Teil dieses Gefüges durch die Flächen.
Sie übernehmen Funktionen im Kreislauf und verbinden die einzelnen Elemente.


— Ertrag folgt Funktion.


Alle Massnahmen entstehen aus den Bedingungen des Standorts heraus.
Klima, Boden und Nutzung greifen ineinander.
Daraus entwickelt sich ein System, das mit der Zeit an Stabilität gewinnt, ohne den laufenden Betrieb aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Vielfalt, Resilienz und Wertschöpfung im Einklang

Die Flächen sind differenziert aufgebaut.
Sie folgen einer klaren inneren Logik.

Obst-Mischkulturen verbinden Hochstammbäume mit Unterpflanzungen aus Kräutern, Beeren und Gemüse.
Mehrjährige Beerenflächen entwickeln sich früh zu einem tragenden Element und gewinnen mit den Jahren an Ertragssicherheit.
Medizinalpflanzen bringen eine zusätzliche Dimension in die Nutzung.

Wiesen und Weiden werden in diese Struktur eingebunden und gezielt weiterentwickelt.
Hecken und Übergänge schaffen Verbindungen und Lebensräume.

Über die Fläche verteilt entstehen Verweilorte.
Sie öffnen den Blick für das, was hier geschieht.

  • 2023

  • 2024

  • 2025

Planung und Umsetzung greifen ineinander.
Der Betrieb entwickelt sich als gestalteter Raum.


— Landwirtschaft wird lesbar.


Entwicklung in Etappen

Der Aufbau des Waldgartens erfolgt schrittweise.

In den ersten Jahren stehen Pflanzung und Strukturaufbau im Vordergrund.
Kulturen werden etabliert.
Wasserführung wird aufgebaut.
Erste Erträge entstehen.

Mit zunehmender Reife verschiebt sich der Schwerpunkt.
Die Systeme beginnen zu tragen.
Erträge werden stabiler.
Verarbeitung gewinnt an Bedeutung.

Ab etwa dem dritten Jahr verdichtet sich diese Entwicklung in konkrete Produkte.
Beeren werden zur Grundlage für eine eigene Limonade.
Kräuter fliessen in Teemischungen ein.
Nüsse und Trockenfrüchte werden zu haltbaren Produkten weiterentwickelt.


— Zeit ist ein aktiver Teil des Systems.


Investition in ein tragfähiges Gefüge

Die Umsetzung des Waldgartens auf 60 Aren erfordert eine Investition von rund 64’000 CHF.
Diese Mittel fliessen in Pflanzmaterial, Bodenvorbereitung, Wasserführung sowie in Wissen und Aufbauarbeit.

Die wirtschaftliche Entwicklung baut sich schrittweise auf.
Mit der Zeit erweitert sich die Produktpalette und gewinnt an Tiefe.
Aus kleinen Mengen einzelner Produkte entsteht eine diversifizierte Linie.
Verarbeitung und Direktvermarktung verbinden sich.
Der Betrieb entwickelt eigene Angebote, die aus der Fläche heraus entstehen und diese widerspiegeln.


— Wertschöpfung beginnt im Boden.


Die wirtschaftliche Perspektive entsteht aus dem Zusammenspiel von Bestehendem und Neuem.

Ein persönliches Reallabor

Der Waldgarten ist zugleich ein persönlicher Entwicklungsraum.

Über vier Jahre hinweg entsteht hier ein Reallabor, getragen mit einem Pensum von rund 0.3 SAK.
Planung, Umsetzung und Beobachtung greifen ineinander.
Entscheidungen entstehen im direkten Kontakt mit dem System.


— Praxis ist der Ort, an dem Erkenntnis entsteht.


Hier verbindet sich landwirtschaftliche Erfahrung mit einer zweiten Perspektive.

Wenn der Bauer mit dem Ökonom arbeitet, verschiebt sich der Blick.
Der Betrieb wird in Zusammenhängen gedacht, die über einzelne Kulturen hinausgehen.
Daraus entsteht eine Form der Entwicklung, die den Hof stärkt, ohne ihn zu überfordern.

Triple Bottom Line: Ein geordnetes Fundament

Die Entwicklung folgt einer klaren inneren Ordnung.

Ökologie bildet die Grundlage.
Boden, Wasser und Biodiversität tragen das System.
Darauf baut die soziale Dimension auf.
Der Hof wirkt als Lebens- und Lernort.
Die ökonomische Ebene entsteht aus dieser Struktur heraus und sichert die langfristige Tragfähigkeit.


— Die Ökonomie folgt der Ökologie.


Gelebte Zusammenarbeit

Die Entwicklung des Hofes wird von mehreren Menschen getragen.

Flurin Wyler führt den Betrieb in dritter Generation.
Familie und Partnerin wirken im Alltag mit.
Wissen, Erfahrung und neue Impulse fliessen zusammen.

Mit dem Waldgarten erweitert sich dieser Kreis.
Unterschiedliche Perspektiven treffen aufeinander und verbinden sich im gemeinsamen Tun.

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