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Project Category: Resilienz

Hof Schwand

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Spannungsfeld

Der Hof Schwand liegt in einem Raum, in dem sich landwirtschaftliche Nutzung und andere Ansprüche direkt überlagern. Siedlungsdruck und steigende Bodenpreise verschieben die Grundlagen des Betriebs. Der Boden gewinnt an Wert, die landwirtschaftliche Nutzung verliert an Selbstverständlichkeit.

Gleichzeitig entstehen Leistungen, die die Region tragen, im Markt jedoch nur teilweise erscheinen. In diesem Spannungsfeld entscheidet sich, ob Landwirtschaft Teil der Raumentwicklung bleibt oder schrittweise aus ihr verschwindet.

Region

Willisau (LU), Schweiz

Status

Der Hof Schwand bewegt sich innerhalb dieses Spannungsfelds und klärt seine Rolle darin aktiv. Bestehende Verbindungen in die Region werden stärker, neue entstehen und verdichten den Zusammenhang.

Der Hof steht damit im Gefüge von Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und regionaler Entwicklung. Die nächsten Schritte ergeben sich aus dieser Verdichtung heraus, konkret im Betrieb und im Austausch mit der Region.

Hof Schwand

Ein landwirtschaftlicher Betrieb im Spannungsfeld von Raum, Boden und Zukunft

Warum dieser Betrieb relevant ist

Der Hof Schwand liegt in einem Raum, in dem landwirtschaftliche Fläche strategische Bedeutung gewonnen hat.

Siedlungsentwicklung beansprucht Kulturland.
Infrastruktur verdichtet den Raum.
Gesellschaftliche Erwartungen an Biodiversität, Tierwohl und Landschaftsqualität steigen.
Gleichzeitig bleibt der wirtschaftliche Druck auf landwirtschaftliche Betriebe hoch.


— Fläche wird knapp. Ansprüche steigen.


Landwirtschaft steht damit im Spannungsfeld von Raumplanung, Wertschöpfung und ökologischer Tragfähigkeit.

Hier zeigt sich, wie mit Begrenzung umgegangen wird.

Die zentrale Frage

Wie entsteht mehr Wertschöpfung auf gleicher Fläche ohne die Substanz des Bodens zu schwächen?


— Wertschöpfung pro Quadratmeter wird zur strategischen Frage.


Verdichtung kann Substanz abbauen.
Sie kann auch Qualität erhöhen.

Entscheidend ist die Systemlogik der Bewirtschaftung.


— Fläche ist endlich. Qualität ist gestaltbar.


Boden als Ausgangspunkt

Der Boden ist Produktionsgrundlage, Lebensraum und Speicher.

Er reagiert auf Bewirtschaftung.
Langsam.
Kumulativ.
Irreversibel.

Verdichtung verändert Wasserführung.
Humusabbau reduziert Speicherfähigkeit.
Strukturverlust erhöht Erosion.

Diese Prozesse sind messbar.
Und sie wirken über Generationen.


— Boden vergisst nichts.


Biodiversität ist in diesem Kontext funktionale Infrastruktur.
Sie stabilisiert das System und reduziert Verwundbarkeit.


— Was im Boden aufgebaut wird, bestimmt den Handlungsspielraum der nächsten Generation.


Ernährungssicherheit beginnt nicht im Handel.
Sie beginnt im Boden.

Landwirtschaft als System

Landwirtschaft ist Teil eines Ökosystems.
Und Teil eines Ernährungssystems.

Betrieb, Markt, Region und Natur stehen in Wechselwirkung.

Systemisches Denken bedeutet, diese Wechselwirkungen in Entscheidungen einzubeziehen.

Kurzfristige Optimierung kann langfristige Kosten erzeugen.
Langfristige Stabilität entsteht aus struktureller Balance.


— Ernährungssicherheit ist eine Systemleistung.


Landwirtschaft neu zu denken heisst, sie als Bestandteil gesellschaftlicher Resilienz zu verstehen.

Einbettung in bestehende Strukturen

Der Hof Schwand ist eingebunden in landwirtschaftliche Netzwerke.

Die Zusammenarbeit mit dem Luzerner Bauernverband sowie die Verankerung über die regionale Bäuerinnenorganisation schaffen Resonanz im Berufsstand.

Veränderung braucht Legitimität.
Legitimität entsteht im Dialog.

Die Herausforderungen sind bekannt.
Preisdruck.
Regulatorische Komplexität.
Steigende Dokumentationsanforderungen.
Volatile Märkte.


— Transformation beginnt in der Praxis, nicht im Konzept.


Entwicklung entsteht dort, wo reale Rahmenbedingungen aktiv gestaltet werden.

Praxis: Verantwortung konkret

Der Hof Schwand steht für eine Haltung.

Boden wird als langfristiges Kapital verstanden.
Biodiversität als Stabilitätsfaktor.
Wertschöpfung als Ausdruck systemischer Qualität.

Verantwortung bedeutet, Zielkonflikte offen zu benennen.
Und Entscheidungen im Bewusstsein ihrer Langzeitwirkung zu treffen.


— Zukunft entsteht aus heutigen Entscheidungen.


Wer Zukunft gestalten will, übernimmt Risiko.
Wer Stabilität sichern will, investiert in Substanz.

Mut zeigt sich in der Bereitschaft, wirtschaftliche Entscheidungen an ökologischer Tragfähigkeit auszurichten.
Wille zeigt sich in der Konsequenz, diese Haltung im eigenen Betrieb umzusetzen.

Getragen wird dieser Entwicklungsraum von Bruno und Andrea Stadelmann.
Sie übernehmen Verantwortung im eigenen Betrieb und im regionalen Kontext.


— Verantwortung ist eine Strukturfrage.


Was hier sichtbar wird

Der Hof Schwand ist kein isoliertes Projekt.
Er ist ein Entwicklungsraum unter realen Bedingungen.

Hier wird sichtbar, wie Boden, Biodiversität und regionale Wertschöpfung zusammengeführt werden können.

Kein Theorie.
Praxis.

Und wie Verantwortung konkret wird.
Im Boden.
In Entscheidungen.
Im täglichen Handeln.

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RARE: Architektur resilienter Agrarregionen

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Spannungsfeld

Landwirtschaftliche Regionen tragen zentrale Leistungen für Gesellschaft und Wirtschaft: Ernährung, Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität und regionale Wertschöpfung. Gleichzeitig treffen in diesen Räumen unterschiedliche Logiken aufeinander: Markt, Regulierung, ökologische Anforderungen und gesellschaftliche Erwartungen.

An den Schnittstellen dieser Räume entstehen Spannungen. Leistungen landwirtschaftlicher Praxis bleiben oft unscharf, während Erwartungen steigen. RARE arbeitet an diesen Übergängen und schafft eine gemeinsame Sprache für regionale Entwicklung.

Region

Europa

Status

RARE entwickelt sich seit 2026 in mehreren regionalen Reallaboren in der Schweiz. Landwirtschaftliche Betriebe erfassen ihre Leistungen über AgriMetrix, regionale Akteure reflektieren diese im Agrardialog.

Parallel entstehen operative Module für Markt, Handel und Finanzierung sowie thematische Entwicklungsachsen wie PIWI-Weinbau, Agroforst oder pädagogische Lernräume. Schritt für Schritt entsteht ein Netzwerk regionaler Räume für resiliente Ernährungssysteme.

RARE: 
Resilient Agrarian Regional Ecosystems

Architektur resilienter Agrarregionen

Landwirtschaftliche Regionen tragen zentrale Funktionen für Gesellschaft und Wirtschaft.

Sie sichern Ernährung.
Sie gestalten Landschaften.
Sie erhalten Bodenfruchtbarkeit.
Sie tragen Biodiversität.
Sie stabilisieren regionale Ökonomien.

Diese Leistungen entstehen täglich auf landwirtschaftlichen Betrieben und entlang regionaler Wertschöpfungsketten.

Und doch bleiben sie oft unscharf.

Der Preis eines Lebensmittels erzählt nur einen kleinen Teil der Geschichte eines landwirtschaftlichen Betriebes.

Der grössere Teil liegt in Leistungen, die selten in ökonomische Logiken übersetzt werden.

Bodenaufbau.
Wasserhaushalt.
Biodiversität.
Ausbildung.
Regionale Zusammenarbeit.

Diese Leistungen tragen die Stabilität unserer Lebensräume.

Sie erscheinen jedoch nur am Rand wirtschaftlicher Entscheidungsräume.


— Entscheidende Leistungen entstehen oft in der Randzone der Ökonomie.


Landwirtschaftliche Regionen bewegen sich deshalb in einem Spannungsfeld.

Ökologische Anforderungen wachsen.
Betriebe stehen unter wirtschaftlichem Druck.
Verarbeitung und Handel verändern ihre Strukturen.
Gesellschaftliche Erwartungen an Landwirtschaft steigen.

All diese Kräfte wirken auf denselben Raum.
Die landwirtschaftliche Region.

Zwischen Produktion, Markt, Regulierung und Gesellschaft entstehen komplexe Schnittstellen.
Genau dort entscheidet sich, ob Transformation gelingt.


— Transformation entsteht an Schnittstellen.


RARE steht für Resilient Agrarian Regional Ecosystems.

Der Begriff beschreibt regionale Ernährungssysteme, in denen Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Konsum, Finanzierung und gesellschaftlicher Dialog miteinander verbunden sind.

RARE versteht diese Elemente als Teile eines gemeinsamen Systems.

Die Stabilität dieses Systems entsteht aus zwei Quellen:

der Leistungsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe
der Qualität regionaler Wertschöpfungsbeziehungen

RARE schafft einen Ordnungsraum, in dem diese Zusammenhänge sichtbar werden.


— Systeme werden verständlich, wenn ihre Beziehungen sichtbar werden.


Im Zentrum steht die Frage, wie landwirtschaftliche Leistungen lesbar werden.

Landwirtschaftliche Praxis erzeugt täglich Leistungen, die für Gesellschaft und Umwelt von grosser Bedeutung sind.

Boden wird aufgebaut.
Wasser wird gespeichert.
Biodiversität entsteht.
Regionale Wirtschaft wird getragen.

Diese Leistungen existieren.

Was oft fehlt, ist ihre Übersetzung in andere Räume.

In wirtschaftliche Entscheidungen.
In politische Prioritäten.
In gesellschaftliche Wahrnehmung.


— Die Arbeit beginnt dort, wo Übersetzung notwendig wird.


Die methodische Grundlage von RARE bildet AgriMetrix.

AgriMetrix ist eine Leistungsarchitektur zur systematischen Erfassung landwirtschaftlicher Leistungen.
Rund 400 Indikatoren machen ökologische, soziale und regionalökonomische Beiträge landwirtschaftlicher Betriebe sichtbar.

Betriebe erfassen ihre Leistungen entlang definierter Kriterien.
Daraus entstehen differenzierte Leistungsprofile.
Diese Profile beschreiben die Leistungslandschaft einer Region.

Sie schaffen eine gemeinsame Sprache für Gespräche zwischen Landwirtschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.


— Lesbarkeit verändert den Dialog.


Die praktische Umsetzung von RARE erfolgt in regionalen Reallaboren.

Reallabore verbinden landwirtschaftliche Betriebe, Verarbeitung, Handel, Gemeinden, Wissenschaft und Zivilgesellschaft innerhalb eines gemeinsamen Entwicklungsraums.

Hier entstehen Agrardialoge.

In diesen Gesprächen wird erstmals sichtbar, welche Leistungen eine Region tatsächlich hervorbringt.

Welche Beiträge leisten die Betriebe zur Stabilität des Systems?
Welche Entwicklungen prägen die Zukunft der Region?
Wo entstehen neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit?

Solche Gespräche verändern Perspektiven.

Betriebe erkennen ihre Rolle im regionalen System.
Unternehmen verstehen ihre Beziehung zur Landwirtschaft neu.
Regionale Akteure entdecken gemeinsame Handlungsräume.


— Dialog schafft Orientierung.


RARE arbeitet bewusst an den Schnittstellen regionaler Ernährungssysteme.

Zwischen Landwirtschaft und Markt.
Zwischen Produktion und Konsum.
Zwischen ökologischer Leistung und wirtschaftlicher Logik.
Zwischen regionaler Praxis und globalen Nachhaltigkeitszielen.

Gerade an diesen Übergängen entstehen Reibungen.

Dort entstehen jedoch auch die grössten Entwicklungsmöglichkeiten.


— Schnittstellen sind Orte der Veränderung.


Neben der Modularchitektur von AgriMetrix entstehen innerhalb von RARE thematische Entwicklungsachsen.

Diese Achsen bündeln Transformationsprozesse in konkreten landwirtschaftlichen Praxisfeldern.

PIWI im Weinbau.
Agroforstsysteme.
Dauerhafte Obstkulturen.
Pädagogische Lernräume auf landwirtschaftlichen Betrieben.
Neue Formen assoziativer Wertschöpfung.

Diese Achsen schaffen Räume, in denen Innovation sichtbar wird.


— Transformation wird greifbar in der Praxis.


RARE versteht regionale Ernährungssysteme als lebendige Strukturen.

Landwirtschaftliche Betriebe, Verarbeitung, Handel, Gemeinden, Unternehmen und Bürger gestalten gemeinsam die Stabilität eines Raumes.

Die Architektur von RARE macht diese Beziehungen sichtbar.
Sie verbindet Praxis, Markt, Finanzierung und gesellschaftliche Verantwortung.


— Resilienz entsteht aus gesunden Beziehungen.


RARE beschreibt einen Ordnungsraum.
Einen Raum, in dem landwirtschaftliche Leistung sichtbar wird, regionale Verantwortung geteilt wird und wirtschaftliche Prozesse neu mit der Realität landwirtschaftlicher Praxis verbunden werden.

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AgriMetrix

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Spannungsfeld

Landwirtschaftliche Leistungen sind real vorhanden, bleiben jedoch unsichtbar, solange sie weder lesbar noch strukturell anschlussfähig gemacht werden.

Region

Schweiz & Liechtenstein

Status

Seit rund 15 Jahren in Entwicklung. 2024 für die Schweiz und Liechtenstein übernommen und laufend in Praxis und Regionen weiterentwickelt.

AgriMetrix

Sichtbarmachung landwirtschaftlicher Leistungen

AgriMetrix ist ein Instrument zur Übersetzung.
Kein Bewertungssystem.
Kein Controlling-Tool.
Kein Wirkungsnachweis.

Es dient dazu, landwirtschaftliche Leistungen lesbar zu machen.
Nicht Kosten.
Nicht vermeintliche Wirkung.
Leistung.


— Was nicht lesbar ist, kann nicht verantwortet werden.


AgriMetrix entsteht aus der Praxis.
Und wird in der Praxis eingesetzt.

Auf Betrieben.
In Regionen.
In Reallaboren.

Nicht zur Optimierung einzelner Kennzahlen.
Zur Orientierung in komplexen Zusammenhängen.

Ökologische Leistungen.
Soziale Leistungen.
Ökonomische Tragfähigkeit.

In dieser Reihenfolge.

AgriMetrix arbeitet mit einer grossen Anzahl von Indikatoren.
Nicht um Vollständigkeit zu behaupten.
Sondern um Zusammenhänge sichtbar zu machen.

Was heute getrennt betrachtet wird, wird in Beziehung gesetzt.

Boden.
Betrieb.
Region.

Nicht alles wird messbar.
Aber vieles wird lesbar.


— Lesbarkeit ersetzt keine Entscheidung.
— Sie macht sie möglich.


AgriMetrix ist kein Entscheidungsautomat.
Es trifft keine Prioritäten.
Es gibt keine Empfehlungen.

Es schafft eine gemeinsame Grundlage, auf der unterschiedliche Akteure über Leistungen sprechen können.

Landwirtinnen und Landwirte.
Beratung.
Verwaltung.
Finanzierungsakteure.
Stiftungen.

Nicht im Konsens.
Sondern in Klarheit.

AgriMetrix im Reallabor

AgriMetrix wird in Reallaboren eingesetzt.
Unter realen Bedingungen.
Mit realen Konsequenzen.

Leistungen werden erhoben.
Regional aggregiert.
Gemeinsam reflektiert.

Nicht zur Vergleichbarkeit.
Zur Einordnung.

So entsteht Entscheidungsfähigkeit.
Auf Betriebsebene.
Und auf regionaler Ebene.


— Übersetzung ist Arbeit.
— Auch im System.


Ein offenes Instrument

AgriMetrix ist nicht abgeschlossen.
Es wird weiterentwickelt.

Nicht am Reissbrett.
Im Einsatz.

Was trägt, bleibt.
Was nicht trägt, wird angepasst.

Auch das ist Teil der Arbeit.

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Triple Bottom Line

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Spannungsfeld

Wirtschaftliche Entscheidungen orientieren sich häufig an finanziellen Kennzahlen. Gleichzeitig entfalten sich wirtschaftliche Aktivitäten immer innerhalb ökologischer Systeme und gesellschaftlicher Beziehungen.

An dieser Schnittstelle entstehen Spannungen. Grundlagen wirtschaftlicher Tätigkeit bleiben oft unscharf, während Erwartungen an Verantwortung und Zukunftsfähigkeit wachsen.

Region

weltweit

Status

Begonnen 2020. Seither laufend angewendet und weiterentwickelt in Entscheidungsräumen für Wirkungskapital und Impact Investments.

Die Methodik dient Unternehmen, Stiftungen und öffentlichen Institutionen als Orientierung, um Vorhaben entlang ökologischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Grundlagen zu prüfen. Organisationen, die Strategien, Programme oder Investitionen entlang dieser Logik weiterentwickeln möchten, finden hier einen erprobten Rahmen für die gemeinsame Arbeit.

Triple Bottom Line

Eine Bewertungslogik für verantwortungsvolle Entscheidungen.

Nachhaltigkeit erscheint in vielen Projekten erst spät im Prozess.

Ein Vorhaben steht bereits.
Kapital ist gebunden.
Entscheidungen wirken in Landschaften, Märkte und Gesellschaft hinein.

Die Diskussion beginnt häufig erst an diesem Punkt.
Wenn Auswirkungen sichtbar werden.
Wenn Verantwortung eingefordert wird.


— Die Qualität eines Vorhabens entscheidet sich am Anfang.»


Die Triple Bottom Line setzt früher an.

Sie beschreibt einen Entscheidungsrahmen, der wirtschaftliche Vorhaben entlang dreier miteinander verbundener Dimensionen betrachtet.
Ökologie.
Gesellschaft.
Ökonomie.

Der Begriff wurde Mitte der 1990er-Jahre von John Elkington geprägt.
Seine Überlegung war einfach und zugleich radikal.

Wirtschaftlicher Erfolg lässt sich entlang dreier Ergebnislinien betrachten.
Planet.
People.
Profit.

Diese drei Begriffe beschreiben keinen Zielkonflikt, sondern den Raum, in dem wirtschaftliche Tätigkeit stattfindet.

Ökologische Systeme stellen die materiellen Grundlagen bereit.
Gesellschaftliche Strukturen tragen Zusammenarbeit, Vertrauen und Verantwortung.
Ökonomische Aktivitäten organisieren Produktion, Austausch und Investitionen.


— Ökonomie existiert nie ausserhalb ihrer Grundlagen.


Viele Interpretationen der Triple Bottom Line betrachten diese Ebenen gleichzeitig.

Ökologie, Gesellschaft und Ökonomie erscheinen parallel.
Sie werden gegeneinander abgewogen.
Sie werden verrechnet.

Hier setzt die Weiterentwicklung der Methodik an.
Die drei Dimensionen werden neu geordnet.

Die ökologische Ebene bildet die Grundlage.
Sie beschreibt die Qualität der natürlichen Systeme, in denen wirtschaftliche Tätigkeit stattfindet.

Darauf aufbauend folgt die soziale Dimension.
Sie beschreibt die Beziehungen, Institutionen und Verantwortungsräume, die wirtschaftliche Zusammenarbeit tragen.

Die ökonomische Perspektive bildet die dritte Ebene.
Sie beschreibt die wirtschaftliche Tragfähigkeit eines Vorhabens innerhalb dieser Grundlagen.


— Die ökonomischste Ökonomie ist eine ökologische. 


Diese Ordnung verändert die Logik von Entscheidungen.

Ökologische und soziale Grundlagen bilden den Rahmen, innerhalb dessen wirtschaftliche Entwicklung entsteht.

Die hier beschriebene Methodik wurde von Kai Isemann gemeinsam mit Oliver Fink entwickelt.

Sie übersetzt die Logik der Triple Bottom Line in ein strukturiertes System von Indikatoren.

Ein Dutzend Kriterien beschreibt die Qualität eines Vorhabens entlang der drei Dimensionen.
Sie richten den Blick auf zentrale Fragen zur Entwicklung ökologischer Grundlagen, zur Qualität sozialer Beziehungen und zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit eines Systems.

Unternehmen nutzen diese Methodik zur strategischen Einordnung von Vorhaben.

Auch Stiftungen und öffentliche Verwaltungen greifen darauf zurück.
Sie prüfen Programme, Förderungen und Investitionen entlang dieser Dimensionen und schaffen damit eine Grundlage für Entscheidungen.

So entsteht ein Entscheidungsraum, in dem Zukunftsfähigkeit überprüfbar wird.


— Zukunftsfähigkeit entsteht aus der Ordnung der Grundlagen.


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