Kasse Zurück zur Website
Skip to main content

Project Category: Transformation

Kontexte im Übergang. Nicht als Veränderungsprojekt, sondern als Prozess von Reife, Loslassen und Neuordnung.

Hof Schwand

ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT

Spannungsfeld

Ein tragfähiger Betrieb beginnt sich neu zu ordnen, ohne wachsen zu können, während Entscheidungen bereits heute unter realen Konsequenzen getroffen werden müssen.

Region

Willisau (LU)

Status

Beginn 2025. Der Betrieb befindet sich in laufender Neuordnung, offen im Verlauf und im Ausgang.

Hof Schwand

Ein Betrieb beginnt, sich neu zu ordnen.

Der Hof Schwand liegt oberhalb von Willisau im Kanton Luzern.
Ein Hof, wie es viele gibt.
Und ein Ort, an dem sich gerade etwas verschiebt.

Andrea und Bruno Stadelmann bewirtschaften den Betrieb seit vielen Jahren.
Die Legehennenhaltung trägt.
Sie funktioniert.
Sie gibt Stabilität.

Und genau dort beginnt die Spannung.

Nicht, weil etwas nicht mehr läuft.
Sondern weil das, was läuft, enger wird.

Die Frage steht im Raum, ob auf derselben Fläche langfristig mehr möglich ist.
Mit denselben Menschen.
Unter denselben Bedingungen.

Noch gibt es keinen fertigen Plan.
Es gibt Beobachtung.
Gespräche.
Erste Entscheidungen.

Der Betrieb richtet sich neu aus.
Schrittweise.
Tastend.

Die Tierhaltung bleibt zentral.
Sie wird nicht ersetzt.
Sie wird eingebettet.

Boden rückt in den Fokus.
Kreisläufe.
Landschaft.

Nicht als Vision.
Sondern als tägliche Arbeit.
Die erst sachte beginnt, sich zu zeigen.


— Wandel beginnt nicht mit Gewissheit.
— Er beginnt dort, wo Fragen offen bleiben dürfen.


Der raumplanerische Rahmen ist eng.
Mehr Bauten sind kaum möglich.
Mehr Fläche nicht absehbar.

Diese Begrenzung steht nicht am Rand.
Sie steht im Zentrum der Überlegungen.

Was bedeutet Zukunft, wenn Wachstum keine Option ist?

Der Hof Schwand sucht Antworten.
Innerhalb bestehender Strukturen.
Nicht theoretisch.
Im Betrieb.

Permakultur wird dabei zum Gestaltungsprinzip.
Nicht als Etikett.
Als Arbeitsweise.

Erste Pflanzungen sollen 2026 entstehen.
Bäume.
Sträucher.
Mehrjährige Kulturen.

Noch ist vieles klein.
Vorläufig.
Unübersichtlich.

Der Boden reagiert langsam.
Die Systeme müssen sich finden.
Zeit wird spürbar.


— Landschaft lässt sich nicht beschleunigen.
— Man arbeitet mit ihr.
— Oder gegen sie.


Der Hof Schwand wird als Reallabor verstanden.
Nicht als Projekt mit Zielbild.
Sondern als Anwendungsraum im Jetzt.

Die Fragen sind konkret.

Wie verändert sich die Arbeit?
Wie reagiert der Boden?
Wie bleibt der Betrieb tragfähig, während sich Strukturen verschieben?

Entscheidungen werden im Alltag getroffen.
Mit realen Konsequenzen.
Ohne Absicherung.

AgriMetrix begleitet diesen Prozess.
Nicht als Steuerungszentrale.
Als Übersetzungshilfe.

Leistungen werden sichtbar gemacht.
Entwicklungen über Zeit lesbar.
Spannungen benennbar.

Nicht alles lässt sich messen.
Aber vieles lässt sich besser verstehen.


— Nicht jede Entscheidung fühlt sich richtig an.
— Manche müssen getragen werden, bevor sie sich zeigen.


Der Hof Schwand ist kein Modell.
Er ist ein Ort im Übergang.

Was hier geschieht, ist offen.
Nicht abgeschlossen.
Nicht bewiesen.

Gerade deshalb ist es relevant.

ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT

Weitere Reallabore

Weiterlesen

Wyler’s Biohof & Waldgarten

ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT

Spannungsfeld

Ein funktionierender Nebenerwerbsbetrieb steht vor der Frage, wie unter bestehenden Strukturen Anerkennung, Tragfähigkeit und Zukunft entstehen können.

Region

Zürcher Oberland (CH)

Status

Seit 2023 in Umsetzung und dauerhaft wachsend. Permakultur, Agroforst, Mischkulturen und strukturelle Vielfalt entwickeln sich überjährig weiter. 

Wyler’s Biohof & Waldgarten

Kleinteilige Landwirtschaft mit Zukunft

Der Hof der Familie Wyler liegt in Wolfhausen, im Zürcher Oberland. 
Acht Hektaren Landwirtschaftsfläche.
Ein Betrieb in dritter Generation.

Mit der Übergabe an die neue Generation stand der Hof an einem bekannten Punkt.
Nicht Anfang.
Nicht Ende.
Und doch viele Fragezeichen. 

Ein Teilzeitbetrieb.
0.7 Standardarbeitskräfte.
Nebenerwerb.

Rinderzucht.
Pferdepension.

Ein Betrieb, der funktioniert.
Und zugleich zu jenen gehört, die strukturell als nicht vollwertig gelten.

Viele solcher Betriebe verschwinden.
Nicht, weil sie schlecht geführt sind.
Sondern weil ihnen Anerkennung fehlt.


— Anerkennung entscheidet, ob ein Betrieb Zukunft hat.


Vieles war nicht möglich.
Nicht aus Mangel an Arbeit.
Sondern wegen formaler Grenzen.

Zugänge blieben verschlossen.
Entwicklungsspielräume waren eng.

Der Waldgarten entstand aus dieser Spannung.
Nicht als Zusatz.
Als Neuordnung des Ganzen.

Freiflächen wurden neu gelesen.
Weideflächen einbezogen.
Nicht als Rest.
Als Teil des Systems.

Agroforst hielt Einzug.
Bäume.
Sträucher.
Mehrjährige Kulturen.

Nicht ornamental.
Funktional.


— Fläche ist nicht das Problem.
— Lesbarkeit ist es.


  • 2023

  • 2024

  • 2025

Mit der Integration des Agroforstsystems veränderte sich die Struktur des Betriebs.

Die Standardarbeitskraft überschritt die Schwelle.
Mehr als 1.0 SAK.

Der Betrieb wurde vollwertig.
Nicht symbolisch.
Strukturell.

Damit öffnen sich Räume.
Rechtlich.
Ökonomisch.
Perspektivisch.

Gleichzeitig wuchs die Vielfalt.
Im Boden.
In der Landschaft.
Im Produktangebot.

Die Direktvermarktung differenziert sich.
Kleinteilig.
Divers.
Tragfähig.

Nicht als Strategie.
Als Folge der Praxis.


— Resilienz entsteht dort, wo Abhängigkeiten sinken und Beziehungen zunehmen.


Der Waldgarten wird permakulturell bewirtschaftet.
Nicht als Methode.
Als Haltung.

Beobachtung geht vor Eingriff.
Zeit vor Geschwindigkeit.
Pflege vor Kontrolle.

Nicht alles trägt sofort.
Manches scheitert.
Manches braucht Jahre.

Auch das gehört zur Arbeit.

Lernen im Vollzug

Der Hof ist zugleich Lernort.
Nicht als Kursbetrieb.
Als Erfahrungsraum.

Schulklassen.
Lernende.
Gruppen.

Pädagogik entsteht hier nicht geplant.
Sie entsteht im Tun.

Kinder und Jugendliche begegnen Boden, Pflanzen und Tieren.
Nicht erklärend.
Handelnd.

Fragen tauchen auf, wo Antworten fehlen.


— Lernen beginnt dort, wo Sicherheit endet.


Reallaborarbeit

Der Waldgarten dient als Reallabor für agroökologische Praxis.

Beobachtungen werden festgehalten.
Zusammenhänge lesbar gemacht.
Entscheidungen reflektiert.

Nicht zur Optimierung.
Zur Orientierung.

Leistungen werden sichtbar.
Ökologisch.
Sozial.
Ökonomisch.

Ein Ort ohne Abschluss

Der Waldgarten ist nicht fertig.
Er wird es nicht sein.

Was hier entsteht, lässt sich nicht übertragen.

Aber es ist anschlussfähig.
Für andere Betriebe.
In ähnlicher Lage.


— Zukunft entsteht nicht durch Grösse.
— Sondern durch Struktur.


Der Waldgarten ist ein laufendes Reallabor auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in dritter Generation.

Kein Modell.
Kein Versprechen.

ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT

Weitere Reallabore

Weiterlesen

Error: Response status is not success.