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Was wir für Stabilität halten

Stabilität gilt als erstrebenswert. In Organisationen. In Märkten. In Gesellschaften. In Biografien.

Sie verspricht Sicherheit. Planbarkeit. Kontrolle.

Doch Stabilität ist kein Zustand. Sie ist ein Verhältnis.

In lebendigen Systemen bedeutet Stabilität nicht Stillstand. Sie bedeutet die Fähigkeit, Bewegung auszuhalten, ohne zu zerbrechen.

Was wir oft Stabilität nennen, ist in Wahrheit Vermeidung. Das Festhalten an bekannten Mustern. Die Wiederholung dessen, was einmal funktioniert hat.

Solange die Umwelt sich nicht verändert, mag das genügen. Doch Systeme verändern sich nicht, weil sie wollen. Sie verändern sich, weil sie müssen.

Je komplexer ein System wird, desto weniger kann es über Kontrolle stabilisiert werden. Und desto mehr über Beziehung, Vertrauen und Anpassungsfähigkeit.

Paradoxerweise entsteht Stabilität genau dort, wo Unsicherheit zugelassen wird. Wo nicht jede Abweichung sofort korrigiert wird. Wo Lernen wichtiger ist als Recht behalten.

Viele Systeme scheitern nicht an zu viel Wandel, sondern an zu wenig Beweglichkeit. Sie brechen nicht, weil sie instabil sind,. Sondern weil sie zu starr geworden sind.

Ein System bleibt nur so lange stabil, wie es Bewegung noch als Ausdruck seiner Ordnung und nicht als Bedrohung versteht.


Kai Isemann

Kai Isemann wirkt in lebendigen Systemen. Nicht aus Distanz. Von innen heraus. Seine Impulse entstehen dort, wo Verantwortung tatsächlich getragen wird. In Beziehungen, in Organisationen, in Übergängen. Schreiben ist dabei keine Tätigkeit für sich, sondern eine Form der Übersetzung aus dem Mitwirken heraus. Was hier sichtbar wird, ist nicht gedacht im Nachhinein, sondern wahrgenommen im Geschehen. Ohne Schuldzuweisung. Ohne Heilsversprechen.


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