Impulse aus den Zwischenräumen
Texte aus Praxis und Beteiligung. Keine Antworten. Denkbewegungen.
— Denken entsteht nicht im Rückzug.
— Es entsteht im Mitgehen.
— Und im Aushalten dessen, was sich nicht sofort ordnen lässt.
Entlang meiner Arbeit werden Impulse sichtbar.
Sie entstehen nicht am Schreibtisch und nicht im Nachhinein.
Sie werden eingefangen im Vollzug.
Was hier versammelt ist, sind keine Meinungsbeiträge.
Keine Kommentare zum Zeitgeschehen.
Es sind Verdichtungen aus laufenden Prozessen.
Aus Reallaboren und Übergängen.
Beobachtungen aus Situationen, in denen Entscheidungen nicht delegierbar sind.
Und wo Verantwortung konkret getragen werden muss.
Schreiben ist in diesem Zusammenhang keine Reflexion über etwas Abgeschlossenes.
Es ist Teil der Arbeit selbst.
Eine Form der Übersetzung dessen, was sich im Mitwirken zeigt.
Und oft erst durch Sprache begreifbar wird.
— Nicht alles, was wahrgenommen wird, lässt sich sofort einordnen.
— Nicht alles, was sich zeigt, verlangt nach einer Antwort.
— Manches will einfach stehen bleiben dürfen.
Diese Denkbewegungen folgen keiner festen Dramaturgie.
Und keinem thematischen Plan.
Sie sind nicht darauf ausgerichtet, Positionen zu vertreten oder Lösungen anzubieten.
Sie halten Spannungen aus.
Zwischen Ökologie, Gesellschaft und Ökonomie.
Zwischen Praxis und Struktur.
Zwischen Wahrnehmung und Entscheidung.
Was sie verbindet, ist eine Haltung.
Verantwortung.
— Impulse sind keine Wegweiser.
— Sie markieren Stellen, an denen etwas spürbar wird.
— Wer dort stehen bleibt, entscheidet selbst.