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Themenbereiche

Spannungsfeld

Leistungen, die nicht sichtbar sind, verschwinden. Nicht weil sie fehlen, sondern weil sie nicht gezählt werden. Die Regionalwert Leistungsrechnung stand 2024 an genau diesem Punkt. Methodisch tragfähig, inhaltlich relevant, aber strukturell nicht abgesichert.

Was im Schatten liegt, zieht kein Kapital an. Und was kein Kapital findet, wird nicht weitergetragen.

Dieses Reallabor bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld zwischen der Unsichtbarkeit von Leistung und der Notwendigkeit, sie lesbar zu machen. Zwischen methodischer Tiefe und ökonomischer Realität.

Die Verschiebung vom Schatten ins Licht ist dabei kein ästhetischer Akt. Sie entscheidet darüber, ob ein System weiterbesteht oder verschwindet.

Region

weltweit

Status

Seit 2025 wird AgriMetrix aktiv weitergeführt und in Betrieben, Gruppen und regionalen Kontexten eingesetzt. Parallel dazu fliesst zunehmend Wirkungskapital in diesen Raum, um die Inwertsetzung der sichtbar gemachten Leistungen und daran anschliessende Reallabore zu ermöglichen.

AgriMetrix

Sichtbarmachung landwirtschaftlicher Leistungen


— Leistungen bleiben oft unsichtbar.
— Und Unsichtbares wird nicht getragen.
— Messen ist kein Neutralakt.
— Es entscheidet, was inwert gesetzt werden kann.


Kontext

AgriMetrix (ehemals Regionalwert Leistungsrechnung) ist aus einem über fünfzehnjährigen Entstehungsprozess hervorgegangen. Sie dient dazu, landwirtschaftliche Leistungen sichtbar zu machen, die in klassischen ökonomischen Bewertungsmodellen nicht erfasst werden.

Im Zentrum steht nicht Ertrag allein, sondern die systematische Erfassung ökologischer, sozialer und regionalökonomischer Leistungen auf Betriebsebene
und in aggregierter Form.

Je nach Betriebssegment kommen dabei bis zu 400 Indikatoren zum Einsatz. Sie bilden Leistungen differenziert ab, ohne diese auf einzelne Kennzahlen zu reduzieren oder in Wirkungsnarrative zu verkürzen.

Über einen Zeitraum von drei Jahren wurde die Methodik für die Schweiz und Liechtenstein adaptiert. Diese Adaption war nicht technischer Transfer,
sondern Übersetzungsprozess, rechtlich, institutionell, kulturell und agrarstrukturell.

Daraus ist AgriMetrix hervorgegangen. Nicht als Neuentwicklung, sondern als konsequente Weiterführung und Einbettung der Methodik in einen neuen Kontext.


— Reife zeigt sich nicht im Abschluss.
— Sondern darin, weitergegeben zu werden.


Heute befindet sich die Methodik in der Phase der breiten Implementierung. AgriMetrix wird eingesetzt:

  • auf Betriebsebene
  • in Gruppen- und Regionalmodellen
  • in Zusammenarbeit mit Verwaltungen, Förderstellen und systemischen Analyseprozessen

Es ist dabei ein Werkzeug unter mehreren in umfassenderen Denk- und Entscheidungsräumen, z. B. Systemic Resilience Lab oder Resilienz landwirtschaftlicher Regionen. 


— Sichtbarkeit allein trägt nicht.
— Sie muss in Finanzierung übersetzt werden.


Die mit AgriMetrix sichtbar gemachten Leistungen sollen nicht nur erkannt, sondern finanziert werden. Die Inwertsetzung dieser Leistungen ist kein automatischer Effekt. Sie erfordert eigene Finanzierungslogiken, die über bestehende Marktmechanismen hinausgehen.

Genau an dieser Stelle entstehen neue Schnittstellen zwischen Leistungsbewertung, Finanzierungsinstrumenten und regionalen Entscheidungsräumen.

AgriMetrix bleibt dabei bewusst auf der Seite der Leistung. Es schafft die Grundlage, auf der Finanzierung überhaupt begründbar wird.

Aus dieser Fragestellung heraus entstehen weitere Reallabore. Sie befassen sich nicht mit Messung, sondern mit der Frage, wie die sichtbar gemachten Leistungen finanziell getragen werden können. Regional, gemeinschaftlich, verantwortungsgebunden.


— Geld verspricht Freiheit.
— Es garantiert sie nicht.


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