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Schlagwort: Neurodiversität

Wenn der Ozean ruft und ein junger Mensch mutig antwortet

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Wenn der Ozean ruft und ein junger Mensch mutig antwortet


Es gibt diese seltenen Momente im Leben, in denen ein Mensch spürt: Jetzt beginnt ein neuer Abschnitt. Bei meiner ältesten Tochter Kim Alana ist genau so ein Moment gekommen. Nach sechs Jahren in der Pflege, einem Beruf, den sie mit grosser Hingabe ausübt und in dem sie das Lebendige schützt und stärkt, ruft plötzlich etwas Neues. Oder besser gesagt, etwas sehr Altes, das lange in ihr geschlummert hat. Das Meer. Die Neugier. Die Wissenschaft. Die Sehnsucht, die Welt unter der Oberfläche zu verstehen.


Im kommenden Frühjahr beginnt Kim ihr Meeresbiologie-Studium an der Open University UK, ein berufsbegleitender Studiengang, der Menschen wie ihr den Weg öffnet, auch ohne klassische Bildungsbiografie. Kim nennt es ihre „Maturität“, weil hier zählt, was sie gelebt, gelernt und geleistet hat. 

Als Vater berührt mich das tief. Wer Kim kennt, weiss: Sie entscheidet nicht leichtfertig. Sie entscheidet aus Überzeugung. Und sie entscheidet dafür, dort wirksam zu sein, wo ihr Herz und ihr klarer Verstand zusammenfinden.

Wie Kim ihren Kurs setzt und wir ihre Segel halten

Wer in meiner Familie aufwächst, bekommt über die Jahre einiges über Projektentwicklung, alternative Finanzierungsideen und das Leben in der Natur mit; oft auch an der Randzone gesellschaftlicher Erwartungen. Und nun hat Kim ihr erstes eigenes Projekt gestartet. Grossartig! Kims Weg verkörpert etwas, das mich seit vielen Jahren begleitet.

Hilf mir, es selbst zu tun.

Maria Montessoris Gedanke beschreibt genau das, was Kim lebt. Sie bittet nicht um Abnahme, sondern um Ermöglichung. Sie geht ihren Weg selbst und lädt uns ein, sie dabei zu begleiten.

Das Studium kostet rund 28’000 Franken, und sie wird weiterhin im Schichtdienst arbeiten, um so viel wie möglich selbst zu tragen. Doch wie sie selbst schreibt, geht es nicht ganz ohne Unterstützung. 

Ich freue mich über jeden Menschen, der sie auf ihrem Weg begleiten möchte, ob mit einem Beitrag, mit einer ermutigenden Nachricht oder einfach mit einem offenen Herzen für eine junge Frau, die mutig ihren eigenen Pfad geht.

Warum mich das alles so bewegt

Vielleicht, weil ich selbst weiss, wie sehr Biografien sich wenden können. Vielleicht, weil ich sie als Kind mit diesem kleinen Seepferdchen in der Hand gesehen habe. Ein Erlebnis, das sie bis heute prägt. Vielleicht aber auch, weil ich spüre, dass sie etwas tut, das die Welt braucht: Menschen, die hinschauen, schützen, verstehen, vernetzen. Menschen, die dem Leben dienen. Kim hat all das in sich. Und das Meer hat lange genug auf sie gewartet.

Zum Crowdfunding

Wer Kims Projekt unterstützen möchte, findet alle Informationen in ihrem untenstehenden Portrait.

Von Herzen danke! 


Kai Isemann

Mein Wahrnehmen folgt einer unkonventionellen kognitiven Architektur, die Muster früh erkennt und Zwischenräume ernst nimmt. Dieser Blick hat mich viele Jahre durch die Welt der Grossfinanz getragen. Dort wurde er zum Brennglas und ich begriff, wo Geld entsteht, wie es sich bewegt und wen es zurücklässt. Eine Einsicht, zugleich präzise und schmerzhaft.

Heute verbinde ich dieses Begreifen mit der Arbeit im Lebendigen. Die Bewirtschaftung eines syntropischen Agroforsts gibt meinen Analysen und Projekten Boden. Die Triple Bottom Line Methodik hält sie im Gleichgewicht von Ökologie, Gesellschaft und Wirtschaft, damit Entwicklung dort entsteht, wo gesundes Leben sie trägt.


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