play cubed: Lernen durch Spielen – verstehen durch Handeln
Themenbereiche
Details
seit 2025
Schweiz
Wolfhausen (ZH)
Begleitung des Projekts in seiner strategischen und strukturellen Entwicklung, mit Fokus auf Finanzplanung und der Sicherstellung inhaltlicher wie methodischer Konsistenz mit der Triple Bottom Line Methodik
Kai Isemann
Teo Isemann
play3: Lernen durch Spielen, Verstehen durch Handeln
Spielerische Pädagogik für eine komplexe Welt
Kinder und Jugendliche wachsen in einer Welt auf, die von Reizüberflutung und digitalen Scheinrealitäten geprägt ist. Viele Spiele sind darauf ausgelegt, Aufmerksamkeit zu binden, nicht Bewusstsein zu fördern. Sie belohnen Geschwindigkeit, Besitz und Wettbewerb, aber kaum Reflexion, Kooperation oder Verantwortung.
Das führt zu einem wachsenden Spannungsfeld. Wie können junge Menschen lernen, in einer komplexen Welt sinnvoll zu handeln, wenn die digitalen Räume, in denen sie sich bewegen, kaum Orientierung bieten?
play3 (oder: play cubed) ist eine Antwort auf diese Frage. play3 ist ein digitales Lernspiel, das Systemverständnis, Werte und Freude verbindet. Es will Jugendlichen einen Raum eröffnen, in dem Spiel wieder das ist, was es ursprünglich war: ein Weg, die (gesunde) Welt zu begreifen.
Vom Schmerz zur Idee
Die Entstehung von play3 begann mit einer einfachen Beobachtung: Kinder spielen nicht weniger als früher; sie spielen nur anders. Doch viele der Spiele, mit denen sie heute aufwachsen, vermitteln Weltbilder, die mit Nachhaltigkeit, Empathie oder Verantwortung wenig zu tun haben.
Aus dieser Sorge heraus entstand die Idee, ein Spiel zu entwickeln, das nicht Energie raubt, sondern Energie für kreatives Denken, Verbinden und Gestalten freisetzt. Ein Spiel, das nicht manipuliert, sondern stärkt, das nicht spaltet, sondern Zusammenhänge aufzeigt.
Die Idee
play3 ist ein strategisches Lernspiel, das auf den Prinzipien der Triple Bottom Line (3BL) basiert: Ökologie, Soziales und Regionalökonomie; in dieser Reihenfolge. Spielerinnen und Spieler übernehmen Rollen mit unterschiedlichen Ausgangslagen, etwa eine Nationalrätin, einen Landwirt im Generationenwechsel, eine konventionelle Lehrerin oder einen KMU-Patron. Sie treffen Entscheidungen, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Folgen haben.
Das Ziel ist nicht Besitz, sondern Verantwortung. Wer nachhaltig handelt, stärkt die Resilienz seiner Gemeinschaft und wird Teil eines regenerativen Systems, das wächst, wenn es geteilt wird.
Spielmechanik
Das Spiel beginnt in der Schweiz, aus der Vogelperspektive. Von dort aus lässt sich die Welt in sechs Dimensionen erkunden: Person → Familie → Region → Land → Kontinent → Welt. Jede Entscheidung hat Rückwirkungen auf mehrere Ebenen. Wer in Bildung investiert, stärkt die Innovationskraft seiner Region. Wer Humus aufbaut, verbessert nicht nur die Bodenfruchtbarkeit, sondern auch globale Kreisläufe. Und wer Ressourcen ausbeutet, erlebt die Folgen über Generationen hinweg. So vermittelt Play3 intuitiv, dass Ökologie, Gesellschaft und Wirtschaft keine getrennten Systeme sind, sondern ein gemeinsames.
Reale Brücken
play3 ist mehr als eine Simulation. Das Spiel verknüpft virtuelle Entscheidungen mit realen Daten und Entwicklungen. Über Schnittstellen können wissenschaftliche Informationen zu Boden- und Luftqualität, Klimadaten, regionalen Wirtschaftsfaktoren oder sozialen Indikatoren integriert werden. So entsteht ein sich stetig aktualisierendes Abbild der Welt, das Lernen und Handeln dynamisch miteinander verbindet. Als Beispiel dient das Bewertungssystem AgriMetrix, das ökologische, soziale und regionalökonomische Leistungen sichtbar macht und deren Wirkung nachvollziehbar werden lässt. Doch auch andere Quellen, von Umweltforschung über Nachrichtenticker bis hin zu Bildungsplattformen, sollen Teil der offenen Architektur werden.
Somit entsteht ein Lernraum zwischen digitaler und realer Erfahrung. Spielende entdecken, wie aus Einsicht Handlung wird, und wie lokales Handeln globale Wirkung entfalten kann.
Warum das wichtig ist
Die Pädagogik der Zukunft braucht neue Werkzeuge, solche, die Denken, Fühlen und Handeln verbinden. play3 ist als digitales Bildungsinstrument konzipiert, das Jugendliche dort abholt, wo sie ohnehin sind: im digitalen Raum. Es fördert:
Systemisches Denken, indem es Zusammenhänge erkennbar macht, statt isolierte Fakten auswendig zu lernen
Empathie und Kooperation, indem der Erfolg durch Zusammenarbeit entsteht
Verantwortungsbewusstsein, indem es Besitz zur Verpflichtung macht; jede Entscheidung hat Folgen
Gestalterisches Lernen, indem Zukunft durch Übung erlernt wird, nicht durch Belehrung
Von der Schweiz in die Welt
Das Projekt entsteht schrittweise:
Q4 2025 | Prototyp | Entwicklung der Spielbasis (Unity), Diorama-Design, 3BL-Logik, erste Charaktere und Ereignisse |
Q1 2026 | Schweizer Version | Integration realer Informationen (AgriMetrix, RegioWert AG), Pilotierung mit Obersrtufen- und Hochschulen |
Q1 2026 | Launch & Kampagne | Öffentlichkeitsarbeit, Webplattform, Integration des RegioCoin |
Q4 2026 | Erweiterung DE/AU | Kulturelle Anpassung, neue Charaktere |
Q4 2027 | Europäische Version | Mehrsprachigkeit, Forschungsanbindung (Horizon Europe) |
Technische Basis
play3 wird auf der Unity-Engine 6.2 (URP) entwickelt. Das Spiel läuft auf Mobile, Desktop und Web, mit einer Echtzeitsimulation über alle Ebenen. Das visuelle Konzept folgt der Idee eines digitalen Dioramas; ruhig, klar, verständlich und als Gegenpol zu Reizüberflutung und Überkomplexität.
play cubed. Drei Dimensionen. Eine Welt.
powered by 3BL
Wirkung
play3 soll jungen Menschen zeigen, dass Zukunft gestaltbar ist. Dass Ökologie, Soziales und Wirtschaft keine Gegensätze sind, sondern voneinander leben. Dass Spiel nicht Flucht bedeutet, sondern Raum für Erkenntnis sein kann. Das Spiel öffnet einen Zugang zu Themen, die sonst abstrakt bleiben: Bodenfruchtbarkeit, Eigentum, soziale Stabilität, Energieflüsse. Es schafft Bewusstsein, ohne zu belehren, und inspiriert, ohne zu missionieren.
Einladung zur Mitgestaltung
play3 soll mehr sein als ein Spiel. Es soll ein Lernraum werden, in dem Bewusstsein wächst. Ein Ort, an dem digitale Bildung wieder mit realer Welt verknüpft ist.
Dieses Projekt sucht Menschen, Stiftungen und Institutionen, die diese Vision teilen und helfen, die erste Entwicklungsphase mitzutragen. Wer in play3 investiert, investiert in Bildung, Bewusstsein und in die Fähigkeit einer jungen Generation, Zukunft aktiv zu gestalten.
Mein Wahrnehmen folgt einer unkonventionellen kognitiven Architektur, die Muster früh erkennt und Zwischenräume ernst nimmt. Dieser Blick hat mich viele Jahre durch die Welt der Grossfinanz getragen. Dort wurde er zum Brennglas und ich begriff, wo Geld entsteht, wie es sich bewegt und wen es zurücklässt. Eine Einsicht, zugleich präzise und schmerzhaft.
Heute verbinde ich dieses Begreifen mit der Arbeit im Lebendigen. Die Bewirtschaftung eines syntropischen Agroforsts gibt meinen Analysen und Projekten Boden. Die Triple Bottom Line Methodik hält sie im Gleichgewicht von Ökologie, Gesellschaft und Wirtschaft, damit Entwicklung dort entsteht, wo gesundes Leben sie trägt.